Zehn Amphibienarten und vier Reptilienarten konnten erhoben werden. Unter den Amphibien befinden sich zwei Arten in besonderer Verantwortung des Elsass: der Laubfrosch und der Kammmolch. Erwähnenswert ist außerdem der Springfrosch, eine typische Art der Auenwälder sowie die Zauneidechse.

 

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Herpetologisches Vorkommen im Naturschutzgebiet „Ile du Rohrschollen“

In der nachstehenden Tabelle sind die 2003 vom Verein BUFO erhobenen Arten sowie deren Bedrohungsgrad im Elsass (Rote Liste oder Orangene Liste) und deren Schutzstatus (Schutz auf nationaler Ebene, FFH-Richtlinie) aufgeführt.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

Regionaler Bedrohungsgrad

Schutzstatus auf nationaler Ebene

FFH-Richtlinie

Froschlurche (Frösche und Kröten)

Grasfrosch

Rana temporaria

 

Artikel 5

Anhang V

Springfrosch

Rana dalmatina

unter Beobachtung

streng geschützt

Anhang IV

Laubfrosch

Hyla arborea

selten

streng geschützt

Anhang IV

Erdkröte

Bufo bufo

 

Artikel 3

 

Teichfrosch

Pelophylax kl. esculentus

 

Artikel 5

Anhang V

Wasserfrosch

Pelophylax lessonae

in besonderer Verantwortung des Elsass

streng geschützt

Anhang IV

Schwanzlurche (Molche)

Kammmolch

Triturus cristatus

selten

streng geschützt

Anhang II & IV

Bergmolch

Ichthyosaura alpestris

in besonderer Verantwortung des Elsass

Artikel 3

 

Teichmolch

Lissotriton vulgaris

unter Beobachtung

Artikel 3

 

Reptilien

Zauneidechse

Lacerta agilis

unter Beobachtung

streng geschützt

Anhang IV

Blindschleiche

Anguis fragilis

 

Artikel 3

 

Ringelnatter

Natrix natrix

rückläufig

streng geschützt

 

 

 

Orangene Liste des Elsasses

 

Elsässische Rote Liste

 

Seither wurden zwei zusätzliche Arten beobachtet:

  • der Seefrosch (Pelophylax ridibundus): Artikel 3 der nationalen Verordnung und Anhang V der FFH-Richtlinie.

  • Mauereidechse (Podarcis muralis): Auf nationaler Ebene streng geschützt, Anhang IV der FFH-Richtlinie und mit besonderer Verantwortung auf der Orangenen Liste des Elsasses.

Durchführung des auf nationaler Ebene ausgearbeiteten Monitoring Protokolls: das Programm „Pop-amphibiens“

m Naturschutzgebiet wird ein Monitoring angewandt, das auf nationaler Ebene durchgeführt wird, das sogenannte „Pop amphibien“-Monitoring. Über den Baustein „Abundanz“ kann in den 10 Tümpeln des Gebiets die räumliche (zwischen zwei Tümpeln) und die zeitliche (zwischen zwei aufeinanderfolgenden Jahren) Entwicklung der für das Gebiet bedeutendsten Arten verfolgt werden. Folgende Arten werden hierbei verfolgt:

  • Der Springfrosch (Rana dalmatina): Zählungen des Laichs (1 Laichablage = 1 Paar) am Tag vom Rand des Tümpels aus, 3 aufeinanderfolgende Erhebungen pro Tümpel innerhalb einer Woche im März.

  • Der Laubfrosch (Hyla arborea): nächtliche Verhörtermine vom Rand des Teichs aus um die Anzahl der männlichen, fortpflanzungsfähigen „Sänger“ jedes Tümpels zu zählen, 3 aufeinanderfolgende Erhebungen pro Tümpel innerhalb einer Woche im Mai.

  • Kammmolch (Triturus cristatus): nächtliches Keschern zur Zählung der Männchen in Balzkleidung (fortpflanzungsfähige Männchen): Kamm, auffällige Färbung … 3 aufeinanderfolgende Erhebungen pro Tümpel innerhalb einer Woche im Mai

Für jede dieser Erhebungsphasen werden die verschiedenen Parameter wie die Dauer des Verhörens oder die Erhebungen am Tag / bei Nacht pro Tümpel, die Anzahl der Fangversuche mit dem Kescher, genauestens gemessen/ notiert …Die Erhebungen müssen jedes Jahr von der gleichen Intensität sein, damit die Ergebnisse untereinander verglichen und analysiert werden können.

Fotos:
Springfrosch © Camille HELLIO
Laubfrosch © Jean-Pierre VACHER (BUFO)
Kammmolch © Jean BARBERY (BUFO)
Zauneidechse © Gérard BAUMGART
Ringelnatter © Jean-Pierre VACHER (BUFO)