Das 309 ha große Naturschutzgebiet umfasst 157 ha Wald und 25 ha Wiesenlandschaft. Der Rest besteht aus Wasser.

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Wald

Der bemerkenswerteste Lebensraum, der auch das Schutzziel des Naturschutzgebiets ausmacht, ist zweifellos der Rheinauenwald. Es handelt sich dabei um ein seltenes Ökosystem, und zwar sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Einen vergleichbaren Artenreichtum und eine ähnliche Fülle an Pflanzen, die an einen tropischen Regenwald erinnern, findet man in Europa nur in den Auenwäldern der Donau. Genau wie seine tropischen Verwandten bietet er ideale Verhältnisse für das Wachstum der Pflanzen. Es gibt dort keine wirklich begrenzenden Faktoren: Im Sommer holen sich die Pflanzen Wasser und Nährstoffe aus dem Grundwasser und haben somit gleichzeitig Wärme, Feuchtigkeit, maximale Sonneneinstrahlung und nährstoffreichen Schlamm aus früheren Hochwassern, was zu einer wahrhaften Explosion der Vegetation führt. Aufgrund der Dichte der Baumschicht und der vielen Lianen wird der Wald übrigens auch „Galeriewald“ genannt.

Offene Lebensräume

Im Norden der Insel, zwischen dem Altrhein und dem Hochwasserdamm, befindet sich eine Auenwiese. Auf diesem offenen Gelände wechseln sich Gehölze und hochwüchsige Pflanzenbestände ab. Diese sehr vielfältige Vegetation wurde 2008 genauer untersucht: Dabei wurden 13 verschiedene Pflanzengesellschaften und insgesamt 231 Arten beschrieben.

Daher ist es wichtig, dieses entlang des Rheins seltene Wiesenbiotop durch gezielte Offenhaltung zu erhalten.

Aquatische Lebensräume

Innerhalb des Naturschutzgebiets gibt es unterschiedliche Formen von aquatischen Lebensräumen:

  • Der ursprüngliche Rheinlauf, Altrhein genannt, der im Osten des Naturschutzgebiets zwischen dem Straßburger Wehr und dem Kulturwehr verläuft.
  • Das Gewässer auf der Rheininsel, namens Bauerngrundwasser: Es handelt sich um einen gewundenen Altrheinarm.
  • ungefähr zehn Tümpel und zeitweise überschwemmte Gebiete in den tiefer gelegenen Zonen des Naturschutzgebiets.