ie Naturschutzwarte beobachten regelmäßig Wildschweine, Rehe, Füchse, Biberratten, Eichhörnchen, Baummarder, Stinktiere, Wiesel und kleine Säugetiere.

Fledermäuse (Chiroptera) jagen des Weiteren gerne in Auenwäldern. Sie wurden 2009 erhoben und seit 2011 wird ein besonderes Monitoring für die Fledermäuse durchgeführt.

 

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Erste Bestandsaufnahme der Fledermäuse

Die Bestandsaufnahme der Chiroptera wurde 2008 und 2009 vom Verein G.E.P.M.A. durchgeführt. Insgesamt wurden 10 Fledermausarten beobachtet, wovon die Anwesenheit von 2 dieser Arten durch das 2011 durchgeführte Monitoring bestätigt werden muss: Teichfeldermaus (Myotis dasycneme) und Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus).

In Frankreich sind alle Fledermausarten rechtlich geschützt.

Manche der im Naturschutzgebiet erhobenen Arten stehen in Frankreich unter Schutz, stehen auf der Roten oder der Orangenen Liste der gefährdeten Tierarten des Elsass, oder sind FFH-Arten (Anhang II und/oder IV).

Die im Zeitraum 2008-2009 beobachteten Arten, deren Gefährdungsgrad sowie deren Schutzstatus (abgesehen vom rechtlichen Schutz auf nationaler Ebene), werden in der nachstehenden Tabelle dargestellt.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

FFH-Richtlinie

Französischer Schutzstatus

Regionaler Schutzstatus

Kleine Bartfledermaus

Myotis mystacinus

Anhang

IV

Vorwarnliste

in besonderer Verantwortung des Elsass

Wasserfledermaus

Myotis daubentonii

Anhang

IV

Vorwarnliste

in besonderer Verantwortung des Elsass

Teichfledermaus

Myotis dasycneme

Anhang

II & IV

Auf keiner Liste

 

Großer Abendsegler

Nyctalus noctula

Anhang

IV

Gefährdung anzunehmen

unter Beobachtung

Kleine Abendsegler

Nyctalus leisleri

Anhang

IV

Gefährdung anzunehmen

unter Beobachtung

Graues Langohr

Plecothus austriacus

Anhang

IV

Vorwarnliste

unter Beobachtung

Zwergfledermaus

Pipistrellus pipistrellus

Anhang

IV

Vorwarnliste

unter Beobachtung

Rauhhautfledermaus

Pipistrellus nathusii

Anhang

IV

Gefährdung anzunehmen

unter Beobachtung

Mückenfledermaus

Pipistrellus pygmaeus

Anhang

IV

Vorwarnliste

Potenziell gefährdet

Breitflügelfledermaus

Eptesicus serotinus

Anhang

IV

Vorwarnliste

Selten

 

Orangene Liste des Elsass

 

Elsässische Rote Liste

 

Falls die Teichfledermaus (Myotis dasycneme) tatsächlich im Gebiet vorkommt, wird ihr Schutz die bedeutendste Rolle spielen, da diese Art frankreichweit selten ist.

Monitoring der Fledermäuse im Naturschutzgebiet

Das seit 2011 im Naturschutzgebiet entwickelte Monitoring basiert auf mehreren Bausteinen:

  • Beobachtung der Fledermauspopulationen auf der Insel

  • Bestätigung des Vorkommens zweier Arten auf der Insel (Teichfeldermaus & Breitflügelfledermaus)

  • Ergänzung der ursprünglich erstellten Artenliste im Falle einer Beobachtung von entlang des Oberrheins potenziell anwesenden Arten.

Das Monitoring im Naturschutzgebiet sieht Folgendes vor:

  • Kontrolle am Tag von 30 Fledermausquartieren, die sich auf 5 Gebiete am Waldrand des Naturschutzgebiets verteilen, sowie von allen auf der Insel existierenden Bunkern.

  • Nächtliches Verhören des Ultraschalls der Fledermäuse mit einem Ultraschalldetector und einem digitalen Aufnahmegerät zur Aufnahme der Töne. Dies ermöglicht bei schwer bestimmbaren Tönen im Gelände eine genaue Bestimmung der Arten anhand der Software „Batsound“.

Dazu werden an 9 Standorten 10- bis 20-minütige Verhörungen vorgenommen.

Fotos © Michael SOL : Mückenfledermaus - Kleine Bartfledermaus (2)