Die floristischen Bestandsaufnahmen von 2001 und 2008 bestätigen den Reichtum der Wiesen und der Sträucher um sie herum: 231 Pflanzenarten wurden erfasst. Die (durch ihre Anzahl wie durch ihr Aussehen) besonderen Arten der Wiesen sind die Orchideen, aber sie sind bei Weitem nicht die Einzigen.

 

http://rn-rohrschollen.strasbourg.eu/uploads/images/ophrys_abeille_CHellio.jpg http://rn-rohrschollen.strasbourg.eu/uploads/images/Viola_alba_CHellio.jpg http://rn-rohrschollen.strasbourg.eu/uploads/images/orchis_maculata_ssp_fuchsii-C-HELLIO.JPG

Bienen-Ragwurz

Der Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) ist ein schönes Beispiel für die Erfindungsgabe der Natur: Seine Blüten imitieren aufs Genaueste eine Biene, bis hin zu deren Behaarung. Der Bienen-Ragwurz wird von Solitär-Bienen bestäubt, nicht von der Honigbiene. Die Männchen verwechseln die Blüte mit einem Weibchen und versuchen sich mit dieser zu paaren. Sie bestäuben den Ragwurz dadurch, dass sie von Blüte zu Blüte Paarungsversuche unternehmen.

Der Bienen-Ragwurz blüht zwischen Mai und Juli und entwickelt sich auf trockenen und eher armen Böden.

Pyramiden-Hundswurz

Der Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis) wächst auf den Hochwasserdämmen und Wiesen des Naturschutzgebiets. Diese Orchidee wird von Schmetterlingen bestäubt, hat aber keinen Nektar.

Weißes Veilchen

Das Weiße Veilchen (Viola alba) wächst in den Auenwiesen am Fuße der Hochwasserdämme im März-April. Seine duftenden Blüten sind weiß und im Gegensatz zu den anderen Veilchen selten lila. Diese Pflanze steht auf der Elsässischen Roten Liste.

Fotos © Camille HELLIO :
Bienen-Ragwurz - Weißes Veilchen - Orchis fuchsii